CMS: Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?

August 24th, 2007

Heute hat uns ein langjähriger Kunde mitgeteilt, dass sie nun endlich den idealen Partner für ihre neue Webseite gefunden hätten. Begründung: CMS! Über Inhalte, Styling, Marken- und Branchenbedürfnisse haben wir noch nicht einmal geredet, Hauptsache CMS.

Es ist schon erstaunlich, welche Blüten der neuer Webboom so treibt. In den letzten 6 Monaten sind mir mindestens 6 «Offert-Briefings» auf den Tisch geflattert, die sich lasen wie die zusammen kopierten Handbücher von 5 Content Management Systemen. Selbstverständlich aus jedem der 5 nur das Beste. Von Kommunikationszielen und Marketingzielen kein Wort, einfach CMS, den Rest kann ja dann die Sekretärin machen – dafür sind doch diese «CMSses» schliesslich da.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir sehr wohl in der Lage sind, Internetauftritte MIT CMS (Typo3) zu produzieren. Es gab in den letzen 5 Jahren sogar einen Fall, bei denen auch uns ein CMS sinnvoll erschien. In 98% aller Fälle ist ein CMS aber wirklich wie der Einsatz von Flak-Kanonen für die Entenjagd.

Ausnahmen

Wenn die meisten der folgenden Bedingungen erfüllt sind, dann scheint jeweils auch uns ein CMS die richtige Lösung zu sein.

1. Mehr als 5 Personen im Unternehmen:

a) sind in der Lage gute Texte zu schreiben
b) haben genug Zeit um monatlich mindestens einen sinnvollen Inhalt zu produzieren
c) dürfen Inhalte ohne Freigabe durch eine andere Stelle veröffentlichen

2. Die Webseite:

a) erfordert regelmässige Änderungen an der Menüstruktur
b) ist mit maximal 5 (resp. Anzahl Seiten/10) Vorlagen zu bewältigen
c) umfasst mehr als 50 Seiten und wird in verschiedenen Bereichen regelmässig erweitert

3. Es ist kein Problem, dass zusätzliche Kosten anfallen:

a) wenn gelegentlich Updates installiert werden müssen (gilt auch bei Open Source Lösungen)
b) Für jede Ausnahme im Layout ein neues Template erstellt werden muss

In allen anderen Fällen ist ein Web-Editor wesentlich günstiger, flexibler und schneller. Denn, wer ein CMS bewirtschaften kann, ist auch in der Lage zum Beispiel Dreamweaver zu benutzen.

Entry Filed under: Gute Ideen

1 Comment Ihren Kommentar hinzufügen

  • 1. Simon Raess  |  Oktober 11th, 2007 at 11:09

    Zugegeben: Ich bin mit dem Post durchaus einverstanden. Genau diese Argumente haben uns dazu angespornt, ein modernes CMS zu entwickeln, welches diesen Ansprüchen genügt und auch von unerfahrenen Benutzern bedient werden kann. Das System unterstützt den Editor bei der Bearbeitung der Inhalte und sorgt dafür, dass die Webseiten auch nach längerer Betriebszeit immer perfekt aussehen: – Einfache Bearbeitung direkt auf der eigenen Webseite – Zentral definierte Formatvorlagen statt RichText Editor – Generisches Rasterlayout statt spezifische Templates – Bilder werden automatisch konvertiert und komprimiert

    Alle Elemente können mit Drag & Drop positioniert und mit dem Clipboard mehrfach verwendet werden. Alle Aktionen werden aufgezeichnet und können schrittweise rückgängig gemacht werden.

    Demo Movie

    Jetzt fehlen eigentlich nur noch die guten Texte ;-)

    Ich freue mich auf Eure Reaktionen…

    _

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