Immer öfter gelange ich zu der Einsicht, dass bei der Wahl der «richtigen» Werbeagentur ganz andere Faktoren entscheidend sind als gemeinhin angenommen. Wenn ich die letzten 10 Jahre Revue passieren lasse, muss ich feststellen, dass:
• nicht die trendigsten Produkte die interessantesten waren
• nicht die professionellsten Auftraggeber die besten Lösungen hatten
• nicht die grössten Budgets die wirksamsten Kampagnen erhielten
• nicht die detailliertesten Briefings die beste Wirkung zeigten
Wenn ich die erfolgreichsten Kampagnen und Massnahmen zusammen nehme und nach Gemeinsamkeiten suche fällt auf, dass:
• Vertrauen in das Können der Werber
• persönliches Engagement des Auftraggebers
• gleiche Wellenlänge von Agentur und Kunde
• Mut zu neuen Wegen auf beiden Seiten (abhängig von den drei letzten Punkten)
zu wesentlich erfolgreicheren Kampagnen und Beziehungen geführt haben.
Das scheint logisch und doch suchen viele Auftraggeber in erster Linie nach der Agentur mit ähnlichen Mandaten und klingenden Namen und nicht nach der Philosophie dahinter. Viele Agenturen (wir hatten auch schon die Tendenz) akquirieren das Budget oder die klingende Marke und nicht den passenden Gegenpart auf Kundenseite.
Nach vielen Jahrzehnten der institutionalisierten Partnersuche (Kuppelei war im Mittelalter ein angesehener Beruf) und wesentlichen technischen Verbesserungen (Datenbanken, Psychologie), sollte es doch heute möglich sein Agenturen und Werbetreibende passender zueinander zu bringen. Wann kommt endlich das Partnersuchprogramm für die Werbebranche? Und zwar eben nicht basierend auf Leistungsbeurteilung durch die bestehende Klientel, sondern auf Basis der vorhandenen Eigenschaften.
Psychologische Profile von Kunden und Agenturen werden die heutige Zufälligkeit ersetzen und zu wesentlich besser funktionierenden Auftragsverhältnissen führen. Kommunikation ist in erster Linie ein Personenbusiness und nicht die Kopplung von Leistungen mit Budget.
Definitiv DER neue Trend in Sachen Shirts und so. Batik kommt 2008 zurück. Wen’s interessiert googelt nach: Tie-dye oder macht’s ganz fundiert hier per Wiki-Link.
Tausende haben ihre mehr oder weniger ironisch, zynische Vorschläge unterbreitet – gewählt wurde ein sprachliches Wunderwerk aus wohltemperierter Wortwahl und (bewussten) Grammatikfehlern. Die Worte der Spanischen Nationalhymne sind wirklich ein gutes Beispiel für die höheren Weihen der Textkunst:
¡Viva España! Cantemos todos juntos con distinta voz y un solo corazón. ¡Viva España! Desde los verdes valles al inmenso mar, un himno de hermandad. Ama a la patria pues sabe abrazar, bajo su cielo azul, pueblos en libertad. Gloria a los hijos que a la Historia dan justicia y grandeza democracia y paz.
Es lebe Spanien! Lasst uns alle miteinander singen mit verschiedener Stimme und einem einzigen Herzen. Es lebe Spanien! Von den grünen Tälern bis zum unermesslichen Meer, eine Hymne der Brüderlichkeit. Liebe das Vaterland, denn es vermag unter seinem blauen Himmel Völker in Freiheit zu vereinen. Ruhm den Nachkommen, die der Geschichte Gerechtigkeit und Größe, Demokratie und Frieden geben.
Aus dem Spanischen von Paul Ingendaay
Besonders hervorzuheben sind:
«Lasst uns alle miteinander singen mit verschiedener Stimme und einem einzigen Herzen.»
Kann doch hier durch die geschickte Mischung aus Einzahl und Mehrzahl vieles gesagt werden, ohne dass es eben gesagt wird. Allein schon die Formulierung «mit verschiedener Stimme» ist ein strategisches Meisterwerk. Eigentlich sind ja Sprachen oder Meinungen gemeint – aber die dann durch die Einzahl der «Stimme» grammatisch in Einklang zu bringen… chapeau.
Wer noch nicht weiss wie Apple das iPhone durchgedrückt hat, weiss nicht was Stress bedeutet. Wirklich lesenswerter WIRED-Artikel. Gefunden bei swissmiss.
Zuerst wird schnell ein kleines Flusskraftwerk gebaut. Gleich darauf verabschiedet sich die Artenvielfalt ins Bodenlose und die Wirtschaftskraft legt auch nicht so schnell zu, wie man sich das gewünscht hatte. Das Simulationsspiel gleicht bekannten Strategiespielen. Mit der Maus können ganz einfach neue Landwirtschaftsflächen gebaut, Flüsse verbaut oder renaturiert und Schutzgebiete definiert werden. Natürlich fehlt auch die Industrie nicht und Siedlungen braucht es auch noch. Was auf den ersten Blick nach einer leichten Spielerei aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als veritable Simulation der Wasserwirtschaft. Dabei gilt es während 80 Spieljahren die drei Bereiche «Artenvielfalt», «Wirtschaftskraft» und «Lebensqualität» auf möglichst hohem Niveau zu halten und gleichzeitig möglichst viel Umsatz zu generieren.
Konzipiert und realisiert haben wir die Simulation, im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Abteilung Hydrologie beim Bundesamt für Umwelt BAFU.
Jetzt ist das Spiel zum Download bereit (Mac und Windows).