Online Partei: Die ersten 100 Tage sind um! Und nichts passiert?

April 7th, 2008

Etwas mehr als 100 Tage ist sie nun alt, die Online Partei. Offiziell erschienen aber erst am 19. März.


200804071858.jpg


Bald ein Monat seit der Ankündigung und Webseite und getan hat sich noch nichts, null, gar nichts. Immer noch die gleiche laue Pressemitteilung auf der Seite, immer noch keine News und vor allem immer noch kein Blog. Irgendwie schleicht sich da doch das Gefühl ein, dass


  • irgend eine etablierte Partei (blau / orange?) das Thema besetzen möchte (dereinst) und mal ein bisschen auf Zeit spielt
  • 5 Freunde eine Wette abgeschlossen haben und jeder der fünf meint, der andere würde dann schon was tun
  • es nur darum geht, mich aufzuregen

(um letzteres ernsthaft anzunehmen, bin ich einfach nicht egozentrisch genug).

Nun denn, irgendwie sollte es jetzt langsam vorwärts gehen. Als kleine Starthilfe hier mal eine Liste guter Dinge, die sich lohnen würden:

  1. Startet ein Blog
  2. Eröffnet ein Forum
  3. Macht ein neues Logo (das sieht ja aus wie «Operationssäle für den Heimeinbau»)
  4. Lanciert ein paar Petitionen
  5. Hackt den Sechseläute-Umzug :-)
  6. oder twittert wenigstens hektisch rum

Sonst muss man langsam wirklich an Sabotage oder böswilligen Unfug denken.

Entry Filed under: Meinungen

9 Comments Ihren Kommentar hinzufügen

  • 1. red  |  April 7th, 2008 at 1111:48

    Hm, da hatte tatsächlich wer eine Idee von mir Umgesetzt… Vielleicht sollten wir das ganez mit Leben füllen?

  • 2. Stefan Gilgen  |  April 8th, 2008 at 77:16

    Vorschläge?

  • 3. red  |  April 8th, 2008 at 99:10

    Vielleicht erstmal mit den Jungs Kontakt aufnehmen und mal nachfragen, was sich tut. Und je nach Antwort eine Strategie ausarbeiten… Publizität schaffen, druck aufsetzen, sowas in die Richtung… Auf alle Fälle Wind machen! Scheint ja in der Schweizerischen Politlandschaft so üblich zu sein…

  • 4. Stefan Gilgen  |  April 8th, 2008 at 22:24

    Fragt sich nur, ob es nicht einfacher wäre gleich eine eigene Partei zu gründen. Wir können ja dann mal fusionieren;-) Ich zweifle, ob bei der Webseite noch was draus werden kann. Ist ja wirklich tiefstes FDP-Niveau (und die sind auch viel besser geworden). Ich weiss nicht, ob wir uns das wirklich antun sollten. Eigentlich müsste eine Online-Partei doch von Beginn weg das Netz (und damit meine ich wirklich nicht die technische Infrastruktur) nutzen und gleichzeitig in jeder Gemeinde oder wenigsten in jedem Kanton in Erscheinung treten. Alle Bloger die passen (und das ist ja meist nicht schwierig herauszufinden) angehen und so gleichzeitig überall in der Schweiz auf tauchen. Mit dem ganzen know-how dahinter bist du so jeder anderen partei um Tage voraus. Dann den ganzen Verein auf eine Community-Plattform reduzieren und alles online machen. Wer sich registriert ist automatisch Parteimitglied. Das wäre dann wirklich demokratisch. Jeden Tag eine Abstimmung und wenn wir endlich im parlament sind, kann jeder live darüber abstimmen, wie der Vertreter abstimmen soll.
    Hei das tönt gut…. Das sollten wir mal vertiefen!

  • 5. red  |  April 8th, 2008 at 44:36

    Livevoting eine ganzen Community während der Session, das wäre ja mal was! Hm, mal ein Kopfsturm veranstalten…

  • 6. red  |  April 8th, 2008 at 44:41

    Da kommt mir doch noch mehr in den Sinn: Virtuelle Parteitage, virtuelle Fraktionssitzungen, Liveblogging in der Session, Dynamisches Parteiprogramm zusammengesetzt aus der Menge der einzelnen Mitgliederprofile… etc.

  • 7. Stefan Gilgen  |  April 8th, 2008 at 1111:11

    Genau, das ist die Idee. Parlamentarier wären dann eigentlich nur noch die Stellvertretenden Sprachrohre der Community. Das ist ein neuer Quantensprung der Demokratie. Zusammen mit dem Einzug der online Abstimmungen und Wahlen (was vielleicht auch noch mal kommt in der Schweiz) könnte man so die ganze Sache wesentlich beschleunigen und wirklich basisdemokratisch organisieren. Die Frage ist nur, ob sich Sachpolitik so noch sinnvoll machen lässt, zumal das ganze vor allem in den Kommissionen abgehandelt wird.
    Besonders interessant finde ich ich auch das Parteiprogramm aus den Mitgliederprofilen zusammen zu stellen. Ich habe mir da schon einige Gedanken gemacht. Vor allem im Zusammenhang mit grossen Kundengremien. Es bräuchte ein System, das jedem User zwei Einheiten pro Debatte einräumt. Auf der einen Seite eine (analoge) Ja – Nein Skala für Zustimmung und Ablehnung. Andererseits eine begrenzte “Power” oder “Energiepunkte”, die pro Zeiteinheit vergeben werden. So kann ein Individuum entweder zu sehr vielen Themen mit wenig Energie seine Meinung äussern oder sich mit sehr viel Energie auf ein Thema konzentrieren (die Analogie zu bekannten Online-Rollenspielen ist nicht ungewollt)l. Damit könnte die Diskussion wohl in vernünftigen Dimensionen gehalten werden und zu sinnvollen Ergebnissen führen.

  • 8. Stefan Gilgen  |  April 8th, 2008 at 1111:12

    Hast Du übrigens die interessanten Zeitangaben beachtet? Wir befinden uns hier sozusagen ausserhalb der Realzeit.

  • 9. red  |  April 9th, 2008 at 33:21

    Jaja, die Zeit sagts auch: “Es ist Zeit für etwas neues…”

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