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communities werden das Ende der E-mail sein oder warum facebook das Wort “friend” dringend eliminieren sollte

Facebook boomt, Xing hinkt, aber E-mail ist wirklich in Nöten. Wenn E-mail eine Marke wäre, würde ich sicher eine dringliche Sitzung empfehlen um mal über die Zukunftsaussichten zu plaudern. Da sehe ich ziemlich schwarz. Meine Mailaccounts verkommen zu gelegentlich geleerten Spam-Briefkästen.


Es geht doch allen gleich. Im täglichen (auch Berufs-) Leben, kommunizieren wir immer wieder mit den gleichen Leuten. Kunden, Freunde (was unsere Kunden auch fast immer sind) und Lieferanten. Die meisten davon sind ja sowieso schon auf facebook oder Xing.


Da ist es doch nur logisch, dass ich meine Kommunikation lieber da hab, wo ich weiss, von wem was kommt. Der Vorteil dieser Communities ist eben die gegenseitige Akzeptanz. Ich definiere, mit wem ich mich austauschen will und mein Gegenüber tut das auch. Daher weiss ich, dass das was über facebook kommt von jemandem ist, den ich akzeptiere. Und ich weiss im Gegenzug, dass meine Botschaft ankommt und nicht in irgend einem, hyper sensibel eingestellten, Spamfilter eines nervösen IT-Security-Fritzen hängen bleibt.


Die Frage, die sich stellt ist eigentlich nur, ob wir dann an vielen verschiedenen Communities teilhaben werden, oder ob sich eine durchsetzten kann, sozusagen zur zweiten Wirklichkeit wird. Jedenfalls hat E-mail ein massives Marketingproblem und muss wohl dringend an seinem Produkt schrauben, wenn es in 5 Jahren noch für anderes als Spam genutzt werden möchte.


Facebook ist drauf und dran, hier das Rennen zu gewinnen. Noch schneller ginge es wohl, wenn das das Wort “Freund” durch “Kontakt” oder “Bekanntschaft” oder was auch immer ersetzt werden würde.

Add comment >CTRL 22nd, 2009

Time to market

Zermatt verärgert Gäste mit rigoroser Schneeräumung

Der Walliser Kurort Zermatt räumt diesen Winter den Schnee im Dorf erstmals konsequent aus dem Weg. Er will so die Gäste vor Ausrutschern schützen – und ist nun selber auf die Nase gefallen.



heute im Tagi


Besserung wird in Aussicht gestellt: “in der nächsten Saison”. Man könnte glatt meinen, für dieses Jahr sei ausgeschneit. Komisch, schliesslich erfreut sich Zermatt erfahrungsgemäss bis weit in den März hinein zahlreicher Gäste mit Lust auf Weiss.

Add comment >CTRL 6th, 2009

Wie bitte: «ein zweites mal Amortisieren» ?!

Die economiesuisse will etwas gegen die steigenden Stromkosten tun. Gut. Im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS tönt es deshalb heute: «…es soll geprüft werden, ob und ob zurecht, Anlagen ein zweites mal amortisiert werden.» So die Forderung der eonomiesuisse an den Bundesrat.

Anlagen ein zweites Mal amortisieren? Ich weiss, dass ich nicht so ganz auf der Höhe bin, was Buchhaltung angeht aber bisher dachte ich eigentlich die Amortisation sei ziemlich eindeutig. Entweder ist etwas amortisiert oder eben nicht. In Wikipedia heisst das: «Der Begriff Amortisation (von französisch: amortir, tilgen) bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt durch dadurch entstehende Erträge gedeckt werden.»

Und weil die anfänglichen Aufwendungen eben anfänglich sind, sind sie ja bekannt und nicht veränderbar. Oder habe ich da was falsch verstanden?

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Add comment Oktober 21st, 2008

Einheitliches Beschriftungssystem für den Öfentlichen Verkehr in der Schweiz

Andreas Hobi von schweizweit.net hat kürzlich ein Thema angeregt, das mir auch schon oft aufgefallen ist: “Weshalb fahren so viele Touristen in Schweizer Taxis?”

Es liegt am Design-Wildwuchs bei den Schweizer Verkehrsbetrieben. Jede Stadt, jedes Unternehmen hat sein eigenes Beschriftungssystem, seine eigenes Fahrplan-Design. Das ist nicht Markenbildung, sondern Kundenabschreckung.Selbst als Vielfahrer im Schweizer ÖV-Netz komme ich mir beim Umsteigen auf den lokalen und regionalen ÖV oft vor wie ein Erstklässler, der das Alphabet lernen muss. Mal blaue Pfeile, mal runde Schilder, mal Nummern, mal Buchstaben. Zugegeben, es gibt vielerorts, grundsätzlich gute Signalisationen, aber das reicht nicht.

Warum ist es nicht möglich, dass in der Schweiz alle ÖV-Betriebe das gleiche Signalisationssystem benutzen? Vom Fahrplan bis zur Hinweistafel alles, an allen Bahnhöfen und Bushaltestellen gleich. Das würde nicht nur den Kunden zugute kommen sondern auch dem Budget. Wer in Bern das System begreift, begreift es auch in Lugano oder Chur. Wer das System einmal begriffen hat kann in der ganzen Schweiz profitieren und benutzt lieber den ÖV.

Informationen im Internet sind gut und dank iPhone und Konsorten auch unterwegs bald vernünftig nutzbar. Aber sie ersetzen eben keine gute Signalisation vor Ort. Was nützt es mir, wenn ich weiss, dass ich den 11er nehmen muss, ihn aber nicht finde? Wenn ich nicht weiss, in welche Richtung er wo fährt (schon mal aufgefallen, dass die Tram-Nummern meist in verschiedene Richtungen zeigen)? Ausserdem habe ich wirklich keine Lust, jeweils noch 10 Minuten rum-zu-töggele, um rauszufinden, welchen Bus ich wo nehmen muss. Ich bin Kunde und meine Zeit ist wertvoll. Ich will vor Ort informiert werden. Blitzschnell, verständlich und meinen Bedürfnissen entsprechend.






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Add comment Juni 25th, 2008

Vielen Dank

dem Boom um das Web. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle Programmierer nur noch mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und der Gründung neuer .com-Übernahmekandidaten beschäftigt sind. Nun gut, dann haut der Chef halt mal wieder selbst in die Tasten. Dafür kommt dann der Blog zu kurz.

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Add comment Mai 5th, 2008

Interessante Definition von Unterhaltung in Google News

SafariSchnappschuss002.jpg


Die Frage lautet: ist es schon Unterhaltung?

Google News meint schon.

Add comment April 9th, 2008

UUPS! SVP kurz vor dem Marken-Image-Grounding?

Im Normalfall ist es doch so, dass die SVP ruft und aus vollen Rängen hallt es zurück. Wenn ich mir die Kommentare auf Sonntagonline ansehe (zugegeben nicht gerade das Hausblatt der SVP aber trotzdem) bin ich erstaunt und auch etwas besorgt um unser erfolgreiches System. Für einmal ist das Verhältnis der Kommentare umgekehrt als sonst. (Ich hab’s nicht ganz ausgezählt, aber es dürften rund 70%-80% kontra SVP-Vorgehen sein). Offenbar hat sich da eine, sonst recht schweigsame, Zielgruppe aufgerafft und haut jetzt auch in die Tasten.

Als professioneller Manipulator lässt das bei mir die Alarmglocken läuten. Mit den Zielgruppen ist es wie mit dem Schnee. Wenn sie mal ins rutschen kommen, geht’s meist abwärts. Denn die Schweizer sind leicht aktivierbar aber schwer manipulierbar. Was die SVP-Spitze macht ist, aus meiner Sicht, riskant und kaum kontrollierbar. Sich aus einer Minderheits-Stellung heraus (30% sind keine Mehrheit) in eine so ausweglose, öffentlich beachtete Situation zu manövrieren, ist unklug. Was, wenn der (Werbe)druck nicht reicht? Die Marke würde schlagartig an Image einbüssen und vom Massen- zum Revoluzzer-Produkt werden – und zwar nicht in der kaufkräftigsten Klasse. Für das Management ist das im echten Leben meist der sicherste Weg zum RAV oder einem Karriereberater.

Wenn alle Drohungen und Ultimaten nichts nützen und einfach alles bleibt wie es ist, und das ist in der Schweiz meist der Fall, dann kann die SVP-Spitze eigentlich nur noch gemeinsam den Hut nehmen. Erfolgloser kann man als Marke nicht sein – ausser man heisst Italien und scheidet schon in der WM-Vorrunde aus. Wenn dann der drohende Schaden in letzter Minute noch von der Marke abgewendet werden soll, dann sicher nur durch ein paar «CEO-Opferungen». Aber auch ganz praktisch bliebe dann kaum ein Ausweg. Schliesslich kann eine Marke (Partei) nicht jahrelang nach dem «täupeli» Prinzip geführt werden. Vernünftige Sachpolitik würde damit zur Farce, weil schon per Definition eigentlich nicht mehr möglich.

Wahrscheinlich ist es jetzt schon zu spät, aber wenn die SVP-Strategen mich morgen fragen würde, wass zu tun sei (was sie nicht werden, weshalb ich das hier behaupten kann) würde ich ihnen dringend empfehlen, den Ton zu wechseln und das Thema Widmer-Schlumpf leise und dezent fallen zu lassen. Die Marketing-Abteilung hat in diesem Fall die MaFo nicht sauber gemacht und die Absatzzahlen lassen sich nun mal nicht von heute auf morgen verdoppeln – vor allem nicht in einem Markt, den man schon jahrelang, konsequent, gekonnt und fleissig bearbeitet hat.


Allen andern Marken im Schweizer Politik-Supermarkt würde ich raten, dem angeschlagenen Brand den Rückzug ins eigene Rayon offen zu lassen, sonst kämpfen ihre Marketeers unweigerlich mit dem Mut der Verzweiflung.


Zum Glück bin ich nicht Politikberater!

Add comment April 8th, 2008

Online Partei: Die ersten 100 Tage sind um! Und nichts passiert?

Etwas mehr als 100 Tage ist sie nun alt, die Online Partei. Offiziell erschienen aber erst am 19. März.


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Bald ein Monat seit der Ankündigung und Webseite und getan hat sich noch nichts, null, gar nichts. Immer noch die gleiche laue Pressemitteilung auf der Seite, immer noch keine News und vor allem immer noch kein Blog. Irgendwie schleicht sich da doch das Gefühl ein, dass


  • irgend eine etablierte Partei (blau / orange?) das Thema besetzen möchte (dereinst) und mal ein bisschen auf Zeit spielt
  • 5 Freunde eine Wette abgeschlossen haben und jeder der fünf meint, der andere würde dann schon was tun
  • es nur darum geht, mich aufzuregen

(um letzteres ernsthaft anzunehmen, bin ich einfach nicht egozentrisch genug).

Nun denn, irgendwie sollte es jetzt langsam vorwärts gehen. Als kleine Starthilfe hier mal eine Liste guter Dinge, die sich lohnen würden:

  1. Startet ein Blog
  2. Eröffnet ein Forum
  3. Macht ein neues Logo (das sieht ja aus wie «Operationssäle für den Heimeinbau»)
  4. Lanciert ein paar Petitionen
  5. Hackt den Sechseläute-Umzug :-)
  6. oder twittert wenigstens hektisch rum

Sonst muss man langsam wirklich an Sabotage oder böswilligen Unfug denken.

9 comments April 7th, 2008

Jura 2.0

Mutige und innovative Ideen betitelt die NZZ (wie viele andern) die Idee, den Kanton Jura aufzulösen und mit dem Berner Jura zusammen einen neuen Kanton zu bilden. Das ist schon mal was, aber dass dann auch gleich 132 Gemeinden auf sechs (6!) reduziert werden sollen, das ist revolutionär. Der Kanton Jura (der Projektierte) könnte sich da plötzlich zum funktionierenden Gebilde mausern und noch dem einen oder andern Hobby-Politiker das Grausen lehren.


Das Beste an der ganzen Geschichte ist aber, dass wir dann die Alibi-Übersetzungen für kantonale Kommunikationsmittel endlich vergessen können.

Add comment Februar 18th, 2008

Batik Revival die zweite

Die Zeichen mehren sich…


VorschauSchnappschuss001.jpg


Fool’s Gold Webseite

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Add comment Februar 18th, 2008

Vergiss die Zielgruppe!

Jahrelang glaubte ich an sie, versuchte sie zu verstehen, zu ergründen und zu manipulieren. Seit heute weiss ich, dass es auch ohne sie geht. Zum ersten mal in 15 Jahren Werbung habe ich heute, in vollem Ernst, einem unserer guten Kunden erklärt, dass er die Zielgruppe getrost vergessen könne. Respektive, dass sie aus denen bestünde, die das Produkt gut fänden und kaufen möchten. Ganz ohne Sozio-, Demo- oder Sinus-Schnickschnack. Ganz simpel: die Zielgruppe sind die, die das gleiche gut finden wie die vielen Kunden, die schon da sind. Wo die wohnen, was sie sonst tun, wie viel sie verdienen… who cares, so lange sie das Produkt wollen.


Und auf einmal war alles ganz einfach. Plötzlich verstanden alle das eigene Produkt besser, fanden es schöner, erfolgreicher und besser als zuvor. Auf einmal unterhielten wir uns über Markenwerte und das Entwicklungspotential.

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1 comment Februar 15th, 2008

Persönlichkeit vor Produktaffinität: Die Partnersuche in der Kommunikationsbranche

Immer öfter gelange ich zu der Einsicht, dass bei der Wahl der «richtigen» Werbeagentur ganz andere Faktoren entscheidend sind als gemeinhin angenommen. Wenn ich die letzten 10 Jahre Revue passieren lasse, muss ich feststellen, dass:

• nicht die trendigsten Produkte die interessantesten waren
• nicht die professionellsten Auftraggeber die besten Lösungen hatten
• nicht die grössten Budgets die wirksamsten Kampagnen erhielten
• nicht die detailliertesten Briefings die beste Wirkung zeigten

Wenn ich die erfolgreichsten Kampagnen und Massnahmen zusammen nehme und nach Gemeinsamkeiten suche fällt auf, dass:

• Vertrauen in das Können der Werber
• persönliches Engagement des Auftraggebers
• gleiche Wellenlänge von Agentur und Kunde
• Mut zu neuen Wegen auf beiden Seiten (abhängig von den drei letzten Punkten)

zu wesentlich erfolgreicheren Kampagnen und Beziehungen geführt haben.

Das scheint logisch und doch suchen viele Auftraggeber in erster Linie nach der Agentur mit ähnlichen Mandaten und klingenden Namen und nicht nach der Philosophie dahinter. Viele Agenturen (wir hatten auch schon die Tendenz) akquirieren das Budget oder die klingende Marke und nicht den passenden Gegenpart auf Kundenseite.

Nach vielen Jahrzehnten der institutionalisierten Partnersuche (Kuppelei war im Mittelalter ein angesehener Beruf) und wesentlichen technischen Verbesserungen (Datenbanken, Psychologie), sollte es doch heute möglich sein Agenturen und Werbetreibende passender zueinander zu bringen. Wann kommt endlich das Partnersuchprogramm für die Werbebranche? Und zwar eben nicht basierend auf Leistungsbeurteilung durch die bestehende Klientel, sondern auf Basis der vorhandenen Eigenschaften.

Psychologische Profile von Kunden und Agenturen werden die heutige Zufälligkeit ersetzen und zu wesentlich besser funktionierenden Auftragsverhältnissen führen. Kommunikation ist in erster Linie ein Personenbusiness und nicht die Kopplung von Leistungen mit Budget.

Add comment >CTRL 15th, 2008

Batik Revival

Definitiv DER neue Trend in Sachen Shirts und so. Batik kommt 2008 zurück. Wen’s interessiert googelt nach: Tie-dye oder macht’s ganz fundiert hier per Wiki-Link.

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Add comment >CTRL 14th, 2008

Warum werden Filme immer erst mitten in der Nacht fertig?

Die Frage ist natürlich philosophisch zu verstehen… und ich gebe zu, mir fehlt ziemlich viel Schlaf. Aber dennoch ist interessant, dass ich noch nie erlebt hätte, dass ein Film bei Tage fertig wurde – richtig fertig meine ich. Nicht für den Kunden, für mich. Mag sein, dass es erleuchtete gibt, die Filme auch bei Tag fertigbringen – Ich schaff es nicht. Und das seit 10 Jahren.

Add comment November 13th, 2007

Transformer Müdigkeit: la Pac mit neuem Nissan-Transformer Spot

Mir scheint, dass gerade bei den Automarken eine wahre Transformer-Mania ausgebrochen ist. Der von La Pac im Auftrag von TBWA realisierte TV-Spot für die Nissan 4×4 Palette setzt jedenfalls schon wieder auf das arg strapazierte Bildelement. Und dann ist es noch nicht mal eine neue Variante. Eher billig gemacht und die Transformers sehen auch nicht allzu kreativ aus.

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2 comments September 25th, 2006

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